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Berufsorientierung

Vorbemerkungen

Im Sächsischen Schulgesetz (SächsSchulG) vom 11. April 2017 heißt es im §1 Absatz 4, 2. Satz: „Mit der Vermittlung von Alltags- und Lebenskompetenz und durch Berufs-und Studienorientierung bereitet sie (Anmerkung: die Schule) die Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben vor.“ Weiter wird im §6 Absatz 1 im 1. Satz formuliert: „Die Oberschule vermittelt eine allgemeine und berufsvorbe - reitende Bildung.“ und im Absatz 5 desselben §6 heißt es im 1. Satz: „Die Oberschule arbeitet insbesondere zur Verbesserung der Berufs- und Studienorientierung sowie der Berufsvorbereitung und zur Erleichterung des Übergangs in berufs- oder studienqualifizierende Bildungsgänge mit der Berufsberatung der Agenturen für Arbeit, den berufsbildenden Schulen, anderen Partnern der Berufsausbildung, … zusammen.“ Um diesen Anforderungen zu genügen, hat sich die Oberschule Ebersbach das
folgende Berufsorientierungskonzept zur Aufgabe gemacht.

Situationsanalyse

Wir sind eine Oberschule im ländlichen Raum. Unsere Schule zeichnet sich durch ein großzügiges, grünes und abwechslungsreiches Gelände aus. Bereits seit mehr als 15 Jahren arbeitet an unserer Schule eine sozialpädagogische Fachkraft, seit dem Schuljahr 2016/17 unterstützt uns eine Inklusionsassistentin. Seit dem Schuljahr 2018/19 arbeitet eine Praxisberaterin an unserer Schule. Die beiden letztgenannten Projekte werden durch den ESF gefördert. Im Schuljahr 2021/22 wird auch eine Schulassistenzstelle an unserer Schule geschaffen.

 

Im Schuljahr 2021/22 lernen hier ca. 230 Schüler aus Ebersbach und dem Landkreis Meißen in 11 Klassen mit ca. 23 Lehrkräften.
Die Schülerstruktur an unserer Schule besteht aus Schülern der Orientierungsstufe, Realschülern und Hauptschülern, Schülern mit
sonderpädagogischem Förderbedarf (Inklusionsschüler) und Schülern mit Teilleistungsschwächen oder anderem Unterstützungsbedarf.

 

Je nach Anzahl von Schülern im Hauptschulbildungsgang können diese ggf. In den Differenzierungsfächern separat unterrichtet werden, sonst erfolgt dies in ihren Klassen binnendifferenziert. 
 
Ab dem Schuljahr 2020/21 nimmt die Offene Lernzeit (OLZ) in unserem Stundenplan einen festen Platz ein. Durch die OLZ sollen die Schüler lernen selbstständig zu arbeiten und sich selbst zu organisieren, können aber auch verschiedene Angebote neben der strengen Unterrichtstätigkeit wahrnehmen. Dazu gehören auch Schwerpunkte der Berufsorientierung wie z. B. Besprechungen mit unserer Praxisberaterin und der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit und Betriebsbesichtigungen in der Gemeinde.

In unserer Gemeinde, die aus 14 Ortsteilen besteht, sind verschiedene Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen ansässig. Diese sind folgenden Branchen zuzuordnen:


Wegen der Festlegung einer möglichst geringen Durchmischung der Schüler wegen der Corona-Pandemie wird die OLZ im Schuljahr 2021/22 vorerst ausgesetzt. In unserer Gemeinde, die aus 14 Ortsteilen besteht, sind verschiedene Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen ansässig. Diese sind folgenden Branchen zuzuordnen:

  • Landwirtschaft, z.B. Agrargenossenschaft Ebersbach
  • Metallbau, z.B. Werkzeugbau Behla
  • Holz-und Kunststoffverarbeitung, z.B. Treppenbau Schuppe

Da es sich um kleinere und mittlere Betriebe handelt, ist es für das jeweilige Unternehmen und für uns wenig vorteilhaft eine Kooperationsvereinbarung einzugehen.


Im WTH- Unterricht werden Betriebsbesichtigungen in einigen dieser Betriebe durchgeführt. Außerdem erkunden Kleingruppen von Schülern der Klassenstufe 8 Berufe in regionalen Unternehmen in Begleitung und organisiert durch die Praxisberaterin. Unsere Schüler absolvieren z.T. Praktika in Unternehmen des direkten Umfeldes und es konnten auch schon Ausbildungsverträge abgeschlossen werden.

Ziele

Berufsorientierung bildet die Voraussetzung einer erfolgreichen Lebens-gestaltung. Sie ist wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung. Für die Berufswahlentscheidung muss jeder seine Stärken und Schwächen kennen. Vielfältige Interessen sind notwendig, um einer sozialen Ausgrenzung vorzubeugen. Den Schülern muss bewusst sein, dass das ganze Leben mit Lernen verbunden ist. Der Berufswahlpass bildet dafür den „roten Faden“ und deshalb führen wir ihn mit Beginn des 7. Schuljahres ein und nutzen ihn bis zum Schuljahresabschluss der 9. Klasse. Die Schüler und die Eltern werden vom Klassenleiter im Unterricht und in Elternabenden dazu angeregt, alle berufsorientierenden Maßnahmen im Berufswahlpass kontinuierlich zu ergänzen.

Maßnahmen

Neben Betriebsbesichtigungen im Rahmen des Unterrichtes sowie den Betriebserkundungen mit der Praxisberaterin sind folgende Aktivitäten vorgesehen:

  • Teilnahme an Maßnahmen des BIZ und an der Woche der offenen Unternehmen, zusätzlich Teilnahme beim Girls‘ Day und Boys‘ Day, an Tagen der offenen Tür, Messen, z.B. Karriere Start und Ausbildungsmärkten sowie Berufsschultagen
  • Durchführung einer Hausmesse zur Berufsorientierung für die Schüler der Klassenstufen 7 bis 10
  • Teilnahme am Berufsorientierungstag „GreenDay“ des BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden in Klassenstufe 7
  • Persönliche Beratungsgespräche mit der Beratungslehrerin unserer Schule, der Praxisberaterin sowie der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit
  • Intensive Beratung durch die Praxisberaterin entsprechend der mit den Familien geschlossenen Vereinbarungen
  • Elternabende mit den Kooperationspartnern
  • Betriebspraktika in den Klassenstufen 9 und 10
  • Kennenlernen von persönlichen Stärken und Schwächen durch die Potenzialanalyse in Klassenstufe 7
  • Werkstatt-Tage für die Klassenstufe 8
  • Teilnahme am Sozialen Tag für Klassenstufe 9
  • Schuleigenes Projekt: Näher dran am Leben - Schüler unterstützen die Pflegekräfte des Pflegeheimes Rödern bei der Beschäftigung der Senioren.
  • Bewerbertraining: Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräch, Kompetenzcheck der IHK usw. für Klasse 9(RS) und Klasse 8(HS)

Mit Hilfe der Maßnahmenpläne der einzelnen Klassenstufen werden die einzelnen Aktivitäten mit allen Kooperationspartnern geplant und kontinuierlich verfolgt. Diese Maßnahmenpläne sind als Anlagen der Konzeption beigefügt.

 

Maßnahmenpläne

Kontakt zum Arbeitsamt

Ansprechpartnerin:    Angela Möller

e-Mail:                           

Telefon:                        03522-312340

 

Aktuelle Meldungen